Motorrad... und was ich dazu erzählen kann:


von mir gefahrene Motorräder

Bild

Bezeichnung

     techn. Daten

Laufleistung bei mir



MK-T 741

Honda
NTV

   647 ccm
    57 PS bei 7.500 U/min.
    56 Nm bei 6.500 U/min.
    Leergewicht: 212 kg.

gefahren: ca.  43.000km
in der Zeit von
September 1993 bis
Januar 1998



MK-J 536

Honda
ST 1100

    1085 ccm
    98 PS bei 7.200 U/min.
    109 Nm bei 6.000 U/min.
    Leergewicht: 328 kg.

gefahren: ca.  34.000km
in  der Zeit von
März 1998 bis
Januar 2004
  



MK-WA 3

Honda
ST 1300

    1261 ccm
    126 PS bei 8.000 U/min.
    125 Nm bei 6.000 U/min.
    Leergewicht: 326 kg.

gefahren: ca.  14.000km
in der Zeit von
März 2004 bis
Februar 2007



MK-WA 63

Honda
Deauville

    680 ccm
    65 PS bei 8.000 U/min.
    66 Nm bei 6.500 U/min.
    Leergewicht: 257 kg.

gefahren: ca. 1.890km
in der Zeit von
März 2007 bis
Juni 2008




Meine Motorradgeschichte

mit der NTV

Alrun und Walter

Zum Motorrad fahren bin ich mehr oder weniger durch Zufall gekommen. Unser Schwiegersohn hat sich vor Jahren einen Chopper gekauft und kam mit unserer Tochter hinten auf dem "Sitz" ganz stolz vorgefahren. Unsere Tochter sah, oder besser fühlte, das ganz anders. Sie konnte nach einer Fahrzeit von ca. 1 Stunde kaum noch von dem Motorrad absteigen. Sie schimpfte nur noch und nahm sich vor, selbst den Motorradführerschein zu machen. Auch die zweite Tochter wollte dann ganz mutig sein und den Schein machen. Daraufhin hab ich dann auch kurz entschlossen gesagt, dass auch ich den Schein machen wollte. Nun, ich war damals schon 49 Jahre und in der Fahrschule der Älteste. Das beflügelte mich natürlich erst recht und ich hab die Prüfung von uns als Erster gemacht. Ich glaube, der Fahrlehrer war froh, dass er mich los war. Ich bestand darauf, meine Prüfung noch vor unserem Urlaub zu machen. Die Zeit war knapp, aber ich habe es geschafft.

Dann kam das Problem, wie man an ein Motorrad kommt. Man kennt sich nicht aus. Hört da mal was und woanders ganz andere Dinge. Also keine Ahnung was zu tun sei. Nach dem Urlaub bin ich dann mit unserer "kleinen" Tochter das große Problem "Motorrad" recht intensiv angegangen. Auf fast jede Anzeige eines Gebrauchtmotorrades haben wir reagiert. Probe gefahren. Umsonst zum Verkäufer gefahren. Motorrad war schon weg usw. Das Schlimmste, nein eigentlich das Beste, was uns passiert ist war folgendes: Es stand eine BMW R 45 zum Verkauf an. Fahrschulmotorrad. Die Fahrschullehrerin hat alle Interessenten zur gleichen Zeit kommen lassen. Jeder setzte sich mal drauf und fühlte sich als Besitzer und beäugte die Anderen argwöhnisch. Dann liess die Fahrschullehrerin den Motor an. Eine laute Stimme aus dem Hintergrund (Hinterhalt)! "Gekauft, die nehme ich". Alle sahen sich nur noch verdattert an. Das Mopped war weg. Es waren viele sehr sauer. Ich auch. Heute bin ich froh, dass es so gekommen ist. Wirklich. 

Tanja, Walter und Andrea
Walter mit der NTV

Nun, damals war die NTV 650 von Honda ganz gut im Rennen. Ich konnte und wollte keinen Chopper haben. Meine Frau wollte mitfahren und ich ihr die Qual des Chopperfahrens als Beifahrer nicht antun. Nach langem hin und her wurde dann eine neue NTV gekauft. Ha, 34 PS. (Anfänger)  Nicht 27 wie die R45. Man, es machte Spass. Die ersten Fahrten allein. Zum gewöhnen. Dann wollte meine Tochter endlich mitfahren. Wie ist das nur mit Sozia. Kann ich das? Es klappte super. Dann die erste Ausfahrt mit der Frau. Die merkt man ja auch nicht hinten drauf. Spitze. Wir haben viele schöne und auch lange Touren mit der NTV gemacht. Aber ich liebäugelte immer und immer wieder mit der PAN European. Schön. Einfach schön. Alles dran was man möchte. Schön teuer auch. Es war gar nicht daran zu denken!!!

Damals habe ich zufällig in einer Zeitschrift gelesen, dass in Brüssel eine Eurodemo ist. Man erwartete, wie in den Jahren davor, sehr viele Teilnehmer aus allen möglichen Länder. Ich fragte meine Töchter und den damals einzigen Schwiegersohn, ob wir auch mal dorthin fahren sollten. Begeisterung aus allen Ecken... Dann lernte die kleine Tochter ihren Freund und jetzigen Mann kennen und das Mopped konnte ruhen. Nun ja, ich hatte ja irgendwie Verständnis. Der Zeitraum kam näher und wieder sagte einer ab. Dann noch einer. Jetzt blieb nur noch eine Tochter, der Schwiegersohn Markus und meine Frau übrig. Als es dann endlich soweit war, hatten wir ein Wetter, wie es eigentlich schlechter nicht mehr sein kann. Auch Markus sagte ab. Es blieben noch die Tochter Andrea, meine Frau und ich übrig. Wir trafen uns morgens gegen 8 Uhr an der Autobahnauffahrt Remscheid. Wir wollten um 9 Uhr beim Grenzübergang Aachen sein. Da sollten sich viele Motorradfahrer von verschiedenen Treffpunkten einfinden um dann gemeinsam nach Brüssel zu fahren. Wir 3 wollten dabei sein. Es regnete schon bei der Abfahrt in Strömen und ich habe an mir selbst gezweifelt.

Als wir so im dicksten Regen Richtung Leverkusener Kreuz fuhren, habe ich echt an meinem Verstand gezweifelt. Aber Andrea, meine Tochter war gekommen, obwohl Markus gekniffen hat. Das machte mir Mut und wir fuhren weiter. 9.00 Uhr Treffpunkt Grenzübergang Aachen!!  Das war das Ziel. Hinter Köln wurde das Wetter besser. Es regnete nicht mehr. Hoffnung kam auf und natürlich waren wir gespannt wen man so alles in Aachen treffen wird. Wir kamen auf den Parkplatz, schon fast wieder trocken geblasen. Ja und tatsächlich es standen dort ein paar Motorradfahren. Ein Begleitbus dabei. Es gab für die Fahrer in langen Mänteln heissen Kaffee. Uns beachtete man nicht. Sowas Mickriges. Eine NTV und eine Virago. Na ja, es gibt eben auch solche. HD´s aus Aachen eben. Dafür kam ein netter Belgier und erklärte uns, wie wir fahren sollten und bitte noch mal tanken, damit man in Brüssel nicht ohne Sprit stehen bleibt. Es kam tatsächlich noch eine kleine Gruppe aus dem Ruhrgebiet. Nette Leute, die fragten ob wir mit ihnen weiterfahren wollten. Wir wollten nicht. Wir waren so enttäuscht über die HD-Fahrer, dass wir nicht mit der Ruhrgebiet-Gruppe fahren wollten. Die konnten ja gar nichts dazu. Entschuldigung, dass wir so kurz ab waren und danke, dass ihr uns gefragt habt. Als wir dann weiterfuhren und unterhalb von Lüttich waren trauten wir unseren Augen nicht. Von einer anderen Autobahn kamen Motorradfahren ohne Ende. Wir schätzen, dass es an die 200 Motorräder waren. Eher mehr. In dieser riesigen Gruppe sind wir mitgefahren. Ohne Probleme. Bis auf den Parkplatz am Heyselstation in Brüssel. Es ist und bleibt unvergesslich. Es war alles klasse organisiert. Es gab zu essen und zu trinken. Es waren genug saubere Toiletten vorhanden und es war eine Riesenstimmung. Und die Sonne schien. Wirklich!!

Andrea und Alrun auf der Eurodemo in Brüssel Als dann die Demofahrt losging war es eine endlose Schlange Motorräder aus England, Irland, Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark, Schweiz, Österreich, Frankreich, Belgien, Holland und tatsächlich....wir haben auch ein paar deutsche Kennzeichen gesehen. Sehr wenige. Unverständlich für mich. Wir haben doch mit  die schärfsten Vorschriften. Lag es nur am Wetter? Na ja ich hab mir meinen Teil gedacht. Man hat uns kreuz und quer durch Brüssel fahren lassen. Alles einfach toll organisiert. Polizei war da, aber kaum zu spüren. Und nach der langen, langen Fahrt durch Brüssel wurde man ohne Probleme auf den Ring geschleust und konnte fahren ohne Stau und Aufenthalt. Wenn man wollte, konnte man noch mal auf den Parkplatz und sich stärken bevor man wieder abfuhr. Es war ein schönes Erlebnis.
Das Wetter spielte jetzt ja auch noch mit und man hat soviel zu sehen bekommen  und es gab so viel zu reden. Manchmal nur mit Händen und Füssen und einem freundschaftlichen Lächeln. Es war super. Später habe ich mir Zeitungsberichte schicken lassen und es sollen 20.000 (in Worten: zwanzigtausend) Motorradfahrer in Brüssel gewesen sein. Kein Streit. Kein Ärger. Das erstaunlichste war, als wir den Parkplatz verliessen, lag keinerlei Abfall herum. Alle hatte die dafür notdürftig aufgehängten Müllsäcke benutzt und nichts lag herum. Es geht also auch so und das bei der Menge der Leute. Enttäuschend war nur die geringe Beteiligung deutscher Motorradfahrer. Aber was soll es. Zwei Jahre später sollte die Eurodemo in Bonn  sein. Aber dann!! Eurodemo in Brüssel


mit der Pan European ST 1100

Dann hatte ich leider einen Unfall mit der NTV. Ich habe die Bremslichter des Autos vor mir zu spät gesehen oder so. Zu stark gebremst. Ja, dann lag ich unter dem Motorrad und kam nicht drunter weg. Meine Tochter und ein Bekannter waren hinter mir. Ich lag da und nichts tat mir weh. Das Motorrad wurde von mir gehoben. Ich kroch erst mal auf allen Vieren an den Strassenrand. Eine Fussraste war weg. Der Spiegel auch. Sonst ging es eigentlich. Ja und ich konnte aufstehen.  Nur ein kleiner Schmerz am linken Fuß. Ein komisches Gefühl. Meine Tochter und der Bekannte haben dann die Motorräder weg gebracht. Ich habe gewartet und wollte doch lieber mal ins Krankenhaus zum Röntgen. Ich konnte aber gehen. Also nur zur Sicherheit. Viele Stunden nach meinem Unfall kam dann im Krankenhaus ein Arzt zu mir. Es waren leider an diesem Tag noch mehrere Unfälle passiert. Schlimmere. Ich lag auf der Pritsche, der Arzt tastet mein Bein ab. Dann kam der Spruch. "Bleiben sie ganz ruhig liegen, ich hole eine aufblasbare Schiene". Es war doch schlimmer bei mir. Knöchel innen kaputt. Knöchel aussen kaputt. Wadenbein gebrochen. Sofort operieren. Hier kommen ein paar Nägel hin. Dort auch. Den Knöchel müssen wir mit Draht zusammenhalten. Das Wadenbein bekommt eine Metallplatte. Alles kein Problem. Es ging auch besser als ich dachte. Es kamen zwar fürchterliche Schmerzen in der ersten Nacht. Aber dann ging es. Ja und Motorrad fahren?? Natürlich wieder. Irgendwann war alles vergessen. Ich konnte wieder normal gehen. Das Metall störte nicht und sollte ja 2 Jahre drin bleiben. Was ist mit dem Motorrad? Nun es war nicht so schlimm. Aber. Ja aber es war die Gelegenheit mal wieder von der PAN zu sprechen. Wir sind alle möglichen Händler abgefahren. Haben auf allen möglichen Motorrädern gesessen. Meine Frau saß am besten auf der PAN. War ich froh.  Nach vielen Diskussionen haben wir uns dann für die Pan entschieden.

Alrun mit der PAN bei Lützel

Sie wurde bestellt und irgendwann war es soweit. Sie stand beim Händler und konnte abgeholt werden. An die Größe und das Gewicht musste ich mich erst ein bischen gewöhnen. Nur wenn das Ding mal fährt, ist es kein Problem mehr. Sie lässt sich tatsächlich prima durch die Kurven bringen und hat natürlich für unsere Touren schon einige Vorteile. Wir sind auch heute noch begeistert von ihr.

Alrun mit PAN (Zigarettenpause)

Dann war es mal wieder so weit. Eurodemo!!! In Bonn. Einen Katzensprung von uns entfernt. Natürlich fahren wir hin. Wir wollen doch zeigen, dass wir auch ein paar Leute auf die Beine bringen. Als wir bei dem Treffpunkt ankamen sahen wir zuerst nur Polizei. Dann weiter hinten und um ein paar Kurven standen tatsächlich ein paar Motorradfahrer und es waren auch ein paar Verkaufsstände aufgebaut. Ich besorgte uns zuerst mal ein Abzeichen und einen Sticker. Auf meine Frage ob das Alle sind erhalte ich die positive Antwort, dass noch Viele kommen und schon unterwegs sind. Von einem Campingplatz. Tatsächlich kommen Motorradfahrer. Wieder Engländer und alle, die ich oben schon aufgezählt habe. Aber viel mehr deutsche Motorradfahrer als in Brüssel sind auch hier nicht. Die Demofahrt ist ca. 5 km lang und man wird gleich aus Bonn wieder rausgeleitet. Ein Trauerspiel zu Brüssel. In der Zeitung habe ich dann gelesen, dass es doch ca. 7.000 Fahrer gewesen sein sollen. Es ist traurig was hier abgegangen ist. Ich habe auch nie wieder was von ´ner Demo gelesen.
Die Pan haben wir jetzt ca. 4 Jahre. Wir sind schon sehr viele schöne Touren gefahren. Immer gemütlich und so, dass man was von der Gegend sehen kann. Natürlich auch mal ein bischen schneller unterwegs, wenn die Zeit drängt. Aber grundsätzlich so, dass man was vom Fahren hat und nicht Kilometer fährt nur um zu fahren und schnell von A nach B zu kommen. Bei diesen Touren haben wir viele nette Leute kennen gelernt. Man trifft sich zufällig oder verabredet, fährt miteinander oder jeder fährt seine Strecke und Abends trifft man sich halt wieder. Jetzt bin ich mit Gedanken schon bei einem Hotel, dass wir vor vielen Jahren kennengelernt haben und immer mal wieder hin wollten. Es hat nie geklappt. Bis dann das erste Motorrad da war und ich zufällig gelesen habe, dass in diesem Hotel ein Motorrad-Pfingstreffen stattfindet. Wir haben uns sofort angemeldet und Glück gehabt, das noch ein Zimmer  frei war. Seit dieser Zeit führt uns der Weg jedes Jahr ein paar mal in dieses Hotel. Man trifft auch immer wieder Bekannte aus ganz Deutschland dort, oder lernt neue Leute kennen. Das schönste und wichtigste an diesem Hotel ist, dass dort Biker wirklich von ganzem Herzen willkommen sind.
Alrun, Matthias unser Wirt vom Hotel STurm und Walter Dieses Hotel ist in Mellrichstadt zwischen Rhön und Thüringer Wald. Matthias, der Wirt, fährt selbst Motorrad und ist der freundlichste Hotelier den ich kenne. Danken soll Matthias seinem Personal. Es ist immer freundlich, immer da und nie lästig. Hotel STurm ist gemeint. Viele werden es schon kennen. Heike und Reinhard, bekannt als Hardy vorm STurm

Jetzt muss ich vorsichtig sein und darf nicht zuviel schwärmen. Das aus zwei Gründen. Es kommen sonst zuviele Leute dahin, denen es dann genauso geht wie uns und die dann auch immer wieder kommen werden und der zweite Grund ist, wir möchten ja nicht erreichen, dass "unser" Matthias meint er wäre der Größte. Matthias, bleib so wie du bist, so bist du richtig. Ich kenne ganz viele Motorradfahrer, die genau so denken wie ich. Na ja, wir kommen auch immer wieder und die anderen ja auch. Man fühlt sich eben wohl im "STurm".

 Wir haben im Internet dann die Seite des SToc gefunden und uns sofort hier angemeldet. Durch diese kostenlose Mitgliedschaft haben wir viele Informationen erhalten. Das Wichtigste aber ist daran, dass man sich hin und wieder trifft. In kleineren oder auch größeren Gruppen nach Herzenslust fachsimpeln kann oder sich einfach nur nett unterhält. Die unter Links aufgeführten Adressen geben Auskunft über viele verschiedene Touren, diverse Treffen und auch technische Auskünfte. Schaut einfach mal rein.Wenn ihr dann genau nachschaut, werdet ihr merken, dass auf vielen Seiten von den diversen Treffen im Hotel STurm gesprochen wird. Bilder werden auch immer schnellstens gezeigt. Ihr seht also, dass es viele gibt, die sich immer wieder treffen. Oft eben im Hotel Sturm. Aber es gibt ja auch die verschiedenen Chapter oder Stammtische. Also einfach mal hinfahren und sich zeigen und mitmachen.

Nun viel Zeit ist vergangen und es gab sehr, sehr viele Besuche im Sturm. Schöne Touren wurden gefahren und nette Leute hat man kennen gelernt. Ich, nein wir, möchten diese Erlebnisse nicht vermissen. Wir waren oft unterwegs mit den verschiedensten Leuten. Immer waren es schöne Erlebnisse. Gott sei Dank, haben wir bei diesen Touren nie wasSchlimmes erlebt. Es ist kein Unfall passiert, immer ist alles gut gegangen. Schade, dass Alrun Pfingstmontag 2003 im Hotel Sturm den Herzinfarkt bekommen hat. Aber gut, dass es dort passiert ist. Alle haben geholfen und die Herzklinik in Bad Neustadt war sicher das Beste was ihr passieren konnte. Damals habe ich Alrun gefragt, ob ich die PAN verkaufen soll. Sie hat sofort "nein" gesagt. Sie meinte, dass andere Leute mit Herzinfarkt Motorrad fahren, dann würde sie es doch sicher schaffen mitzufahren.

Ja das klappt auch wieder. Wir haben zuerst hier bei uns im Sauerland geübt. Die nächste Tour war zum......Hotel Sturm. Wenn alles gut geht und bei der Nachuntersuchung auch alles in Ordnung ist, werden wir uns überlegen, ob wir unsere für 2003 geplante Tour nicht in 2004 nachholen. Wir warten jetzt die Untersuchung ab. Dann entscheiden wir.


mit der Pan European STX 1300

Ja wie sicher schon viele von euch gemerkt haben und unter "Aktuelles" stand es ja auch. Wir haben uns nach einigen Überlegungen dann doch noch die neue ST 1300 gekauft. Es hat um die neue PAN ja viel Theater gegeben. Wir haben gewartet bis 2004 und uns dann entschieden doch noch eine Neue zu kaufen. Sie ist schon super und für unserer Begriffe eigentlich mit fast allem was man braucht (oder auch nicht) ausgerüstet. An dieser PAN ist ein Radio, GPS (SPIII), eine Baehr VersoXL und das Topcase hat auch noch die verdammt teuere Bremsleuchte. Die Bremsleuchte war ein Geburtstagsgeschenk. Ich selbst hätte sie mir nicht gekauft. (Oder doch?) Ich weiss es nicht. Ich weiss auch nicht ob es alles so sein muss. Aber die ST 1300 gefällt uns eben so. Ja und die Koffer und das Topcase sind natürlich auch noch mit den Kofferinnentaschen und der Topcaseinnentasche ausgestattet. Es passt alles so prima zusammen. Wir haben 2004 zwar nicht die in 2003 geplante Österreich- und Ungarn-Tour nachgeholt aber wir sind viele wunderbare Strecken gefahren. Viele Strecken und Orte im Bayerischen Wald haben es uns angetan und wir haben 2004 gut ausgenutzt. Immerhin sind wir 2004 ca. 8.400 km gefahren. Das ist für uns schon ganz schön viel.



mit der Deauville NT 650

Aber es kommt ja doch immer alles anders als man denkt. Im April 2005 habe ich ja Probleme mit meinem Herz gehabt. Keinen Infarkt aber doch 3 Stents.  Deshalb bin ich in 2005 nur ca. 3.500 km gefahren. Unsicher gefahren. Es ist halt immer im Hinterkopf. Im Jahr 2006 sind wir dann insgesamt nur ca. 3.000 km gefahren. Natürlich unsicher. Es hat keinen Spaß mehr gemacht. Die Maschine war oder ist mir wohl doch zu schwer. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall ist es mir immer schwerer gefallen die PAN zu fahren. Am 1.11.2006 bekam dann Alrun ja noch den 2. Herzinfarkt. Da haben wir dann wieder überlegt ob wir die PAN halten sollen oder nicht. Sicher hängt man daran. Das Motorrad hatte ja fast alles was es gab. Auf der anderen Seite bringt es nichts, wenn man im gesamten Jahr nur 3.000 km fährt und sich dabei auch noch unwohl fühlt. Wir haben hin und her überlegt und uns dann entschieden die ST 1300 zu verkaufen. Wir haben sie komplett mit allem Zubehör verkauft. Es gab ja auch noch den einen oder anderen Grund, warum uns die Trennung nicht so schwer fiel. Allerdings haben wir uns schon mal nach der Deauville erkundigt. Die Deauville ist sicher nicht mit der PAN zu vergleichen, aber sie hat einen für mich entscheidenden Vorteil: sie wiegt 69 kg weniger als die PAN. Natürlich ist sie schwächer, hat nicht soviel Power aber sie ist leichter. Ich werde sie mir wohl holen. Vielleicht können wir, Alrun und ich, dann doch noch ein paar schöne Touren fahren. Touren fahren und sich dabei dann hoffentlich wohler fühlen weil man nicht soviel Gewicht verarbeiten muss.

Ich habe sie mir geholt. Die Deauville. Seit dem 20.03.2007 habe ich sie. Leider war es mir nicht möglich, sie abzuholen. Das Wetter war nicht so gut. Aber man hat sie mir gebracht. Nun steht sie in der Garage und wir warten auf schönes Wetter. Aber lt. Wetterbericht brauchen wir nur noch bis Wochenende warten. Dann soll es schön werden und ich kann die erste Tour machen. Wir hoffen, dass wir mit der Deauville doch wieder mehr fahren werden als mit der PAN. Leichter wird es für mich mit Sicherheit. Hier ein Foto und ein Foto mit dem Zumo 550.




Gestern, am 19.6.2008 habe ich die Deauville verkauft. Nach 15 Monaten in denen ich nur 1.890 km gefahren bin, habe ich mich entschlossen kein Motorrad mehr zu fahren. Es tat mir zwar leid, als das Motorrad abgeholt wurde, aber es hat auch keinen Sinn, es zu behalten und nur hin und wieder zu fahren. Bei mir war die Luft raus. Ich fühlte mich nicht mehr wohl dabei. Warum, kann ich nicht bestimmt sagen. Aber ich bin der Meinung, dass es damit anfing als Alrun ihren ersten Infarkt bekam. Da wurde man schon unsicher und hat sich gefragt ob es gut geht, wenn man fährt. Als dann bei mir noch Probleme mit dem Herzen auftauchten und auch Anfang 2008 wieder eine Katheteruntersuchung gemacht werden musste, kam ich doch ins Grübeln ob es noch Sinn macht. Da ich mich immer unsicherer fühlte war es meiner Meinung nach die richtige Entscheidung das Motorrad zu verkaufen.

Es war ein schönes Hobby und hat sehr viel Spaß gemacht. Allerdings in den letzten Jahren wurde die Unsicherheit immer größer. Also, es ist besser so....

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