Boot...fahren, Yachten in Holland chartern und herrliche Tage verbringen.


Wir haben vor vielen Jahren entdeckt, wie schön und erholsam es ist, mit einer Yacht durch die Friesischen Seen und Kanäle zu fahren. Wie so oft, wenn man etwas Neues macht, kommt die Idee auf einer Feier. So war es auch bei uns. Wir, also ein Nachbarehepaar, meine Frau und ich wollten es wagen, ohne Erfahrung eine Woche lang auf einer Yacht zu verbringen und die Friesischen Seen und Kanäle zu durchfahren. Wir Männer sind dann zuerst einmal mit dem Auto nach Sneek gefahren und haben uns das Fahrgebiet von Land aus angesehen und ein Charterunternehmen gesucht. Wir fanden recht schnell was wir suchten und entschieden uns damals für eine 10m lange Yacht mit dem Namen "Wega". Wir waren zufrieden und haben dann nur noch dem Urlaubsbeginn entgegengefiebert. Dann war es endlich soweit. Klar war, dass ich den "Kapitän" machen sollte.

Doch was war das? Als wir bei dem Vercharterer ankamen lag die "Wega" frisch gesäubert und aufgetankt im Hafen. Aber das kann sie doch gar nicht sein!! Die ist ja viel größer!! Das "Ding" soll ich fahren? Mir stand der Angstschweiss auf der Stirn. Aber ich wusste ja, ich wurde noch mit dem Schiff vertraut gemacht, also Ruhe bewahren. Nur ruhig bleiben! Dann war es endlich soweit. Alles war verstaut. Verpflegung, Getränke und auch das neueste Kartenmaterial war an Bord.

Im Hafen Dann kam die "Einweisung".  Dieser Hebel ist für vorwärts und rückwärts. In der Mittenstellung ist Leerlauf. Den Lenker kennen Sie ja, wie beim Auto. Heisst hier nur Ruder. Das Schiff reagiert auch nicht so direkt wie ein Auto. Aber alles kein Problem. Nur immer alles ganz ruhig machen. Keine Eile! Keine Hast! Wenn eine Brücke kommt, die aufgemacht werden muss, hupen sie einfach. Dann geht die Brücke auf und sie müssen bezahlen. Manchmal auch nicht. Der Vermieter macht das Boot los, schiebt es vom Steg ab und wir treiben rückwärts in den Hafen. Langsam, ganz langsam gebe ich etwas Gas. Das Boot fängt sich und fährt tatsächlich vorwärts. Die erste Kurve. Ja, es klappt. Man muss nur alles ganz langsam machen. Die erste Brücke. Ich hupe. Nichts passiert. Ich hupe noch mal. Nichts passiert
hm Der Nachbar, also einer aus meiner Mannschaft sagt:" Da ist ja keiner im Brückenhäuschen, der die aufmachen könnte." Er hat recht. Wir treiben ab. Davon hat auch keiner gesprochen. Ruder rum und langsam Gas. Langsam, wir stehen sonst quer vor der Brücke. Schweiss nicht nur auf meiner Stirn. Wir treiben weiter ab. Endlich kommt der Brückenwärter. Auf dem Fahrrad. Der hat Ruhe, ich nicht. Ankerplatz
Dann gehen langsam die Schranken runter die die Strasse sperren. Wir treiben ab. Vorsicht das Boot hinter uns! Aber meine "Mannschaft" zeigt mir wie ich fahren soll. Der Eine zeigt nach links, der Andere nach rechts und der Dritte hat mit allem nichts zu tun. Endlich geht die Brücke hoch. Aber das Licht an der Brücke steht immer noch auf rot. Also nicht fahren. Es kommen Boote von der anderen Seite. Ich beneide sie. DIE können fahren. Endlich dürfen wir auch. Grünes Licht, der Holzschuh kommt an einer Angel, bezahlen, durch. "Langsam" sagt mein Nachbar aus der Mannschaft."Der fährt bestimmt mit dem Fahrrad zur nächsten Brücke und muss sie aufmachen." Er hat recht. Endlich sind wir auch dort durch und die dritte Brücke steht schon offen. Hat man telefoniert und gesagt, dass da ein paar Narren kommen???  Wir sind durch. Sneek bleibt hinter uns. Ganz langsam werden alle ruhiger. Es sind nur ein paar Kilometer bis zu unserem Platz, an dem wir übernachten wollen. Dann kommt das erste Anlegemöver. Man hat es uns nicht erklärt. Ich glaube, deshalb hat es auf Anhieb geklappt. Wir liegen fest. Das Boot liegt ganz ruhig. Wir sind ganz ruhig.

Nur etwas weiter vorne, da ist schon die Brücke zu sehen, die wir gleich morgen früh durchfahren müssen. Morgen, dazwischen liegt eine ganze Nacht. Am anderen Morgen sind wir ja schon alte Hasen. Nach einem ordentlichen Frühstück legen wir ganz gekonnt ab und meistern auch schon bald die nächste Brücke. Für heute haben wir eine Tour geplant, auf der "nur" 13 Brücken zu durchfahren sind. Was ist das schon. Es klappt wirklich. Wir werden schon bald ein eingespieltes Team und schaffen die Brücken ohne größeren Probleme.

Heute, nachdem wir schon mehrere Touren gemacht haben kann ich es immer nur geniessen. Es gibt nichts erholsameres als ganz gemächlich durch die Kanäle zu fahren. In einem Örtchen anzulegen. Einen Kaffee zu trinken oder was zu essen. Einfach nur dort anzuhalten wo es einem gefällt. Häfen meiden, weil hier viel zuviel Rummel ist. Nur um frisches Wasser aufzunehmen und zu duschen, weil die Dusche an Bord ja doch nur ein Behelf ist

dk Heeger Meer am Abend die letzten Strahlen

Der "Kapitän" wird immer noch verwöhnt. Denn insgeheim ist ja jeder andere froh, dass er nicht der Kapitän sein muss.Nur eines hat an der ersten Anweisung wirklich nicht gestimmt. Hupen und die Brücke geht auf!!!

Stimmt wirklich nicht. Anders herum ist es richtig. Fahre langsam auf die Brücke zu. Verhalte dich so still wie möglich und werde nicht lästig. Der Brückenwärter sieht dich schon. Ganz bestimmt. Die Brücke geht auf, ohne auch nur einen einzigen Huplaut. Man winkt dir, jetzt sogar freundlich, zu.
Das alles sollte in keiner Weise eine Abschreckung sein. Probiert es mal aus. Es gibt nicht viel was schöner ist. Auser vielleicht.........

ba Tanja Haus in Akkrum
Karte Sneek
Karte Sneek

Bootsverleih
Es gibt hier viele Charterunternehmen,  dieses können wir mit ruhigem Gewissen empfehlen.  
FRAGEN   Hast du noch Fragen, melde dich ruhig. Ich werde dir so gut ich kann helfen.   
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Ein paar Fotos zur Einstimmung.